ENGPÄSSE

Die als Verbindungsglied notwendige Brücke über durch die Emschergenossenschaft kanalisierten Schwarzbach wurde 1913 fertiggestellt. Am 12. Juli, nach anderen Quellen am 17. Juli 1913 eröffnete die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG das Teilstück von der Schillerstraße zum Schwarzbach. Die Gesamtstrecke war jetzt 3,4 Kilometer lang.

Die Essener Anschlußstrecke war im Sommer 2014 einsatzbereit. Obwohl die landespolizeiliche Abnahme noch nicht vorlag, konnte sie zu einer Flugveranstaltung vom 12. bis 19. Juli 1914 provisorisch in Betrieb genommen werden.

Die offizielle Inbetriebnahme der 2,3 Kilometer Neubaustrecke von den Termeerhöfen in Katernberg zum Flughafen erfolgte erst am 25. November 1914.

Von diesem Tag an wurde die Linie 8 von Essen bis Gelsenkirchen Hauptbahnhof durchgebunden – und überwiegend mit Fahrzeugen der Süddeutschen Eisenbahn-Gesellschaft bestückt. Die Bochum-Gelsenkirchener Strassenbahnen AG stellt weiterhin die Wagen der Linie 9 auf dem Abschnitt Gelsenkirchen Hauptbahnhof – Flughafen.

Die Netzgrenze wurde vom Schwarzbach an das Tor 1 des Flughafens verlegt. Dort befindet sie sich bis heute.

Das Titelbild dieses Beitrags, ein Postkartenmotiv des Verlags Cramers Kunstanstalt, Dortmund (Sammlung Ludwig Schönefeld), zeigt einen Triebwagen der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG im Einsatz auf der Linie 8 im Jahr 1917. Es wurde am Marktplatz aufgenommen. Der nachfolgende Ausschnitt zeigt den Triebwagen im Detail.

EINSTELLUNG DER LINIE 9

Im März 1916 stellt die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG die Linie 9 ein, um das knappe Personal auf wichtigeren Verbindungen einzusetzen. Nur gelegentlich fahren noch Einsatzwagen bis zur Ausweiche Fürstinnenstraße, der ehemaligen Endstelle vor der Schwarzbach-Brücke. Die Haltestellen Festweg, Ziegelstraße, Baselerhof, Eichelkamp und Hesslerstraße werden am 1. Dezember 1916 eingezogen, um Personal zu sparen.

Ein Engpass ganz anderer Art war die Überführung der Wilhelminenbahn. Bereits 1912 sollte das Nadelöhr beseitigt werden. Durch den Ersten Weltkrieg und die anschließende Wirtschaftskrise gelang dies erst im Sommer 1926. Nachdem die alte Überführung nur eine lichte Weite von etwa drei Metern hatte, hatte die neue Brücke zwischen den Widerlager eine Durchfahrtsbreite von 22 Metern.