INDUSTRIEPOLITIK

1949 wird die Strecke von Gelsenkirchen über Hüllen nach Wanne-Eickel Hauptbahnhof mit der Strecke Steele – Gelsenkirchen zu einer neuen Linie 4 verknüpft. Zwischen der Karl-Meyer-Straße in Rotthausen und der Ausweiche Röhlinghausen / Kolonie Pluto verkehrt seit 1955 die Verstärkerlinie 14.

Stadt und Wirtschaft erleben den Aufschwung der Nachkriegszeit. Anfang der 1960er-Jahren florieren die Geschäfte des Schalker Vereins. Stadt, Werksleitung und die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG treten deshalb in Verhandlungen mit dem Ziel, das Werksgelände in Hüllen unter Nutzung der Trasse der Wanner Straße und des nördlich der Wanner Straße liegenden Baulagers der Straßenbahn zu vergrößern.

Die Wanner Straße wird daraufhin nach Norden verschwenkt. Die neue Straße ist breit genugt, um eine doppelgleisige Strecke der Straßenbahn unter Weiterführung über die heutige Ostpreußenstraße und das in Elfriedenstraße umbenannte Reststück der Wanner Straße aufzunehmen.

Dem Zeitgeist folgend entscheidet man sich jedoch, die Straßenbahnstrecke von Gelsenkirchen nach Wanne-Eickel stillzulegen. Zieltermin dafür ist zunächst der Dezember 1962.

Offensichtlich verzögert sich der Straßenbahnbau. Ende Januar jedoch ist der Zeitpunkt für die Einstellung der Linie 4 gekommen. Am 1. Februar 1963 übernimmt die neue Omnibuslinie 40 die Strecke. Von Anfang an werden moderne Gelenkomnibusse eingesetzt. Die Erstausstattung für die Linie 40 liefert die Firma Henschel.

Für einige Zeit hat sich die Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG wohl noch offen gehalten, das eigentlich gut ausgebaute Teilstück der Strecke in der Wanner Straße bis zur Ostpreußenstraße zu reaktivieren – mit der Option, an der Endstelle eine Wendeschleife anzulegen. Ein Teil des ehemaligen Baulagers südlich der Wanner Straße blieb dafür im Besitz der Straßenbahn.

Die Omnibuslinie 40 ist als Linie 340 mit einer seit 1967 existierenden Verlängerung zum Drosselweg in Herne-Holsterhausen, unverändert auf dem Linienweg der Linie 4 unterwegs.