ÜBER DEM ZENIT

Ab 1939 wird der Verkehr immer wieder eingestellt, da für die Linie nicht genug Personal zur Verfügung steht. Zeitweise wird Rotthausen nach angefahren. Der inzwischen als Baulager genutzte Betriebshof Leimgard dient als provisorische Endstelle.

In der Nachkriegszeit fährt die Linie 4 ab 1949 wieder von Steele nach Gelsenkirchen. In Gelsenkirchen wird sie mit der Linie nach Hüllen und Wanne-Eickel Hauptbahnhof zu einer neuen Linie 4 verknüpft. Zu verkehrsstarken Zeiten fährt zwischen der Ausweiche Karl-Meyer-Straße und der Kolonie Pluto seit 1955 die Linie 14.

Eine letzter Ausbau der Strecke erfolgt Anfang der 1950er-Jahre: Parallel zum Bau des neuen Kolpinghauses wird jetzt auch im Bereich der Kreuzung mit der Karl-Meyer-Straße das als Ausweiche angelegte Streckengleis und die Ausweiche in die Straßenmitte gelegt.

Ausgelöst durch den Neuaufbau der kriegszertörten Innenstadt verändert sich 1958 der Linienweg im Bereich des Alten Marktes: Vom Hans-Sachs-Haus nutzt die Linie 4 jetzt die Verbindung über die Ebert-, Flora- und Luitpoldstraße zur Wanner Straße mit den neuen Haltestellen „Alter Markt“ und „Georgskirche“. Die Strecke über die Von-Oven-Straße und Hansemannstraße wird stillgelegt.

Die Strecke im Wiehagen und mit ihr auch der Anschluss an den Gelsenkirchener Hauptbahnhof müssen am 3. Mai 1959 infolge von Bergschäden aufgegeben werden. Die Steeler Linie kehrt nach rund 50 Jahren auf die Rotthauser Straße zurück. Damit weiterhin das Fahrtziel Wanne-Eickel erreicht werden kann, entsteht am Machensplatz ein neuer Abzweig in die Ahstraße.

RUHRSCHNELLWEG

1961 brechen die letzten Wochen der Linie 4 an. Um den Ausbau der Bundesstraße 1 zum Ruhrschnellweg zu ermöglichen, wird die Strecke am 29. Januar 1961 von Steele bis nach Kray-Nord (Sparkasse) verkürzt. Vorübergehend werden von der Essener Verkehrs AG noch Straßenbahnwagen bis zur Baustelle der Autobahnbrücke eingesetzt. Sie werden jedoch schon bald durch einen Schienenersatzverkehr mit Omnibussen ersetzt.

Am 7. Mai 1961 folgt die Stilllegung eines zweiten Teilstück zwischen Kray und der Achternbergstraße in Rotthausen. Da es dort keine Ausweiche gab, mussten Beiwagen fortan an der Ausweiche Karl-Meyer-Straße zurückgelassen werden. Ersatz für die Straßenbahn wurde mit der Omnibus-Gemeinschaftslinie 94 Essen Stadtwaldplatz – Steele – Kray – Gelsenkirchen -Feldmark.

Am 1. Februar 1963 ist mit der Einstellung der Linie 4 von Rotthausen, Achternbergstraße über Gelsenkirchen nach Wanne-Eickel Hauptbahnhof endgültig Schluß. Als Ersatz für die Straßenbahn wird die mit modernen Henschel-Gelenkbussen bestückte Omnibuslinie 40 eingeführt.