HORST HEUTE

Heute verkehren in Horst die Linie 301 der Bochum-Gelsenkirchener Strassenbahnen AG und die Stadtbahnlinie U 11 der Ruhrbahn GmbH, kurz „RUHRBAHN“. Dieses „neue“ Verkehrsunternehmen wurde am 1. September 2017 durch die Fusion der Essener Verkehrs AG (EVAG) und der Mülheimer Verkehrsgesellschaft (MVG). Die Verbindung über Heßler nach Gelsenkirchen stellt die Omnibuslinie 383 her.

RÜCKZUG DER VESTISCHEN STRASSENBAHNEN

Die Vestischen Straßenbahnen zogen sich Anfang der 1970er-Jahre aus ihrem östlichen Netz zurück. Den Anfang machte die Linie 17: Das Streckenstück zwischen Bottrop Boy und der in der Bottroper Straße liegenden Endstelle „Essener Straße“ in Horst wurde am 16. August 1970 aufgegeben.

Zwischen Gladbeck und Horst fuhr zuletzt die Linie 10. Sie wurde zum Fahrplanwechsel am 26. Mai 1974 von Gladbeck nach Horst weitergeführt. Dadurch entstand der Langlauf Recklinghausen Hbf. – Herten – Buer – Gladbeck – Horst.

Zwischen Gladbeck und dem Kärtener Ring in Horst nutzte die Straßenbahn seit 1952 die zur Umgehung des Horster Zentrums neu gebaute Wiesmannstraße mit eigenem Bahnkörper in der Straßenmitte. Die Neubaustrecke ersetzte nicht nur die Führung der Straßenbahn durch die Gladbecker Straße. Auch die marode Betonbrücke am Bahnhof Horst-Nord konnte jetzt abgebrochen werden. Als Endstelle der Vestischen Strassenbahnen in Horst ab August 1970 die Haltestelle „Essener Straße“ der Linie 17.

Trotz der umfangreichen Modernisierung der Trassen wurde der Streckenabschnitt von Buer-Nord über Gladbeck nach Horst, Essener Straße nach etwas mehr als vier Jahren, am 1. Oktober 1978, vollständig eingestellt. Damit wurde die Ära des Straßenbahnbetriebs der Vestischen Strassenbahnen in Horst beendet.

Der als Relikt der Vestischen Strassenbahnen verbliebene Gleisstumpf in der Devenstraße wird nach niederflurgerechtem Umbau heute von der Linie 301 als Wendepunkt genutzt.

Als Stefan Höltge am 11. Juni 1995 die Endstelle „Schloß Horst“ der Linie 301 aufnahm, präsentierte sich Schmalhorststraße noch im Zustand der 1970er- und 1980er-Jahre: Der Ausbau der Haltestellenanlage für die Hochflurwagen der Essener Linie U 11 und die Variobahnen auf der Linie 301 stand noch bevor. Im Hintergrund ist der Abzweig in die Devenstraße zu erkennen.

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