KÄRNTENER RING

KÄRNTENER RING

1951 wird der westliche Streckenast der Linien 1 und 21 nach modernen Standards ausgebaut. Zwischen dem Bahnhof Buer-Süd und dem Anschluss an die neue Horster Umgehungsstraße (Kärntener Ring / Turfstraße) wird die Strecke zweigleisig ausgebaut. An der Verbindung von Kärtener Ring und Turfstraße – „Rosenhügel“ – treffen die Linien 1 und 21 auf die Linien 17 (Kirchhellen – Gladbeck – Horst Essener Straße) und 23 (Zweckel – Gladbeck – Horst – Bottrop -Sterkrade) der Vestischen Straßenbahnen.

Über den Kärntener Ring und die vierspurige Turfstraße führt die Neubaustrecke weiter bis zur Essener Straße am Schloß Horst. Hier endsteht unmittelbar vor dem Schloß eine gemeinsame Endstelle für die Linie 21 und die aus Heßler kommende Linie 3 („Horst Sparkasse“).

Auf die enge Streckenführung durch das Zentrum von Horst kann mit der Öffnung des Umgehungsstraße verzichtet werden – um den Preis, dass die Wege von der Straßenbahn zu den Einzelhandelsgeschäften im Horster Ortskern jetzt recht lang werden.

Nach der Einstellung der Linie 3 (Günnigfeld – Gelsenkirchen – Horst) am 27. Dezember 1954 übernimmt die Linie 21 werktags im Berufsverkehr und sonntags das gut ausgebaute Teilstück von Horst-Mitte über die Wallstraße und die Kanalbrücke bis zur Ausweiche Grothusstraße an der Grenze von Horst / Heßler. Mit der Einstellung der Linie 21 zum Fahrplanwechsel 1958 wird das Streckenstück, das eine direkte Verbindung zur Großzeche Nordstern herstellte, aufgegeben.

Die Linie 1 wird zwischen 1957 und 1970 nur noch auf der Relation Gelsenkirchen Hauptbahnhof – Essen Hauptbahnhof im Gemeinschaftsverkehr betrieben, am 1. November 1970 wird sie in Horst getrennt.

Wie alle Gelsenkirchener Straßenbahnlinien weicht die Linie 1 ab dem 26. Mai 1974 aufgrund des U-Bahn-Baus auf die Umleitungsstrecke in der Ringstraße aus.

Im Sommer 1974 erhält die Strecke im Zuge des vierspurigen Ausbaus der Münsterstraße zwischen dem Ruhr-Zoo und der Haltestelle „Forsthaus Erle“ einen modernen Bahnkörper in Mittellage. Zuvor lag der bereits in den 1920er-Jahren angelegte erste doppelgleisige Bahnkörper stadtauswärts auf der Ostseite der Münsterstraße.

Zugleich wird die Mitte der 1950er-Jahre eingerichtete Wendeschleife am 1949 eröffneten Gelsenkirchener Zoo (ab 1951 „Ruhr Zoo“, heute „ZOOM Erlebniswelt“) stillgelegt: In Erwartung zahlreicher Gäste an Sonn- und Feiertagen hatte man in die Schleife ein zweites Gleis integriert. Tätsächlich genutzt wurde sie sehr selten.

Nach der Einstellung der Linien der Vestischen Straßenbahnen entfällt im Juni 1984 auch das Wendedreieck am „Rosenhügel“ in Horst.

STADTBAHN

Am 30. August 1984 dürfen erstmals M-Wagen die Linie 301 befahren. Am 2. September 1984 wird zwischen Gelsenkirchen Hauptbahnhof und der Rampe Musiktheater der Stadtbahnbetrieb auf der Linie 301 aufgenommen.

Mit der Eröffnung des Stadtbahntunnes vom Neumarkt bis zur Rampe Ruhr-Zoo am 29. Mai 1994 geht die Einstellung des Straßenbahnverkehrs auf der Linie 301 von der Florastraße über den Stern und die Bismarckstraße zum Ruhr-Zoo einher. Damit wird auch die traditionsreiche Strecke vom Betriebshof zum Stern, auf der 1895 der Straßenbahnbetrieb in Gelsenkirchen begann, stillgelegt.


Das Titelbild aus der BOGESTRA-Fotosammlung zeigt die Linie 1 nördlich der Haltestelle Ruhr-Zoo auf der Münsterstraße. Hier gab es schon in den 1960er-Jahren einen modernen, eigenen Bahnkörper.