KÄRNTENER RING

Ab 1951 wurde der westliche Streckenast der Linien 1 und 21 nach modernen Standards ausgebaut. Zu den stärksten Eingriffen in die bestehende Infrastruktur kam es dabei zwischen dem Bahnübergang Buer-Süd und Horst, im Horster Zentrum sowie zwischen Horst und dem Gladbecker Stadtteil Brauck:

Westlich des Bahnhofs Buer-Süd entstand zur Entlastung der Buerer Straße eine neue Umgehungsstraße, der Kärtener Ring. Er wurde vierspurig bis zur Stadtgrenze nach Gladbeck fortgeführt. Für die Straßenbahn wurde ein eigener, doppelgleisiger Bahnkörper in der Straßenmitte geschaffen.

Am Rosenhügel entstand eine weitläufige Kreuzungsanlage. Sie verband die nördliche Umgehungsstraße mit der im Verlauf der einstigen Alten Landstraße und der Rosenstraße neu trassierten Turfstraße. Aufgrund des inzwischen üppigen Bewuchses der Böschungen der Turfstraße wird die Eisenbahnunterführung im Norden des St. Josephs-Hospital, mit der die einst stark befahrene Güterbahn von Bismarck über Horst-Nord nach Osterfeld überwunden wurde, heute kaum noch wahrgenommen.

Das erste Teilstück der „Umgehungsstraße Horst“ wurde am 15. Juli 1952 dem Verkehr übergeben. Zwischen Buer und Horst fuhren die Straßenbahnen jetzt vom Bahnhof Buer-Süd über den Kärtener Ring bis zum Rosenhügel und von dort über die Turfstraße bis zur Kreuzung mit der Buerer Straße. Über diese wurden sie weiter zum Horster Stern und in die Essener Straße geführt.

Am Rosenhügel trafen die Linien 1 und 21 auf die Linien 17 (Kirchhellen – Gladbeck – Horst Essener Straße) und 23 (Zweckel – Gladbeck – Horst – Bottrop -Sterkrade) der Vestischen Straßenbahnen. Sie fuhren vom 15. Juli 1952 an über die neue Wiesmannstraße zum Rosenhügel. Von dort nahmen sie den gleichen Weg wie die Linien 1 und 21.

Das am 8. Mai 1955 von Dieter Höltge aufgenommene Beitragsbild zeigt einen typischen Straßenbahnzug der Linie 21 am Rosenhügel. Im Hintergrund rechts ist die nach Buer führende Trasse des Kärtener Rings zu erkennen (Sammlung Stefan Höltge).