SCHLEICHENDES ENDE

Am 30. Oktober 1928 wurde der Gemeinschaftsverkehr zwischen Horst-Süd und Eickel II aufgegeben. Die Gelsenkirchener Linie wurde bis zur Endstelle Ulrichstraße zurückgezogen. Sie wurde jetzt wieder allein von der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG betrieben.

Dies allerdings auf einem erneut veränderten Linienweg. Jetzt wurde die Strecke von Gelsenkirchen nach Günnigfeld in Gelsenkirchen mit der Linie nach Wanne-Eickel als neue Linie 3 verknüpft.

Damit lagen die beiden großen Eingänge des Schalker Vereins, der Westeingang an der Wildenbruchstraße und der Nordeingang an der Wanner Straße, an einer durchgehenden Straßenbahnlinie. Die Fahrgastzahlen stiegen nun deutlich, so dass noch vor 1936 zwischen Röhlinghausen und Ückendorf die Verstärkerlinie 13 eingeführt wurde. Sie wurde am 1. Oktober 1938 über Röhlinghausen zum Hauptbahnhof in Wanne-Eickel verlängert.

Das zahlte sich allerdings nicht aus. Ab dem 1. Juni 1942 fuhr die Linie 13 nur noch bis zum Breilshof, ab dem 1. Juni 1944 dann über den Breilshof hinaus bis zur Ulrichstraße nach Günnigfeld. In Wanne wird die Linie 13 über eine ehemalige Strecke der Westfälischen Straßenbahnen GmbH bis nach Eickel II (Dorstener Straße) verlängert.

Diese Änderungen haben aufgrund der Kriegsereignisse nur kurz Bestand. Im Laufe des Herbstes 1944 muss der Verkehr auf dem gesamten Streckenverlauf der Linie 3/13 eingestellt werden.

Im Mai 1949 werden die Streckenverbindungen nochmals neu geordnet. Die Linie 3 fährt jetzt von Günnigfeld, Ulrichstraße über Gelsenkirchen zur Fürstinnenstraße in der Feldmark.

Der Streckenast von Gelsenkirchen über Hüllen nach Wanne-Eickel Hauptbahnhof wird jetzt Teil der neuen Linie 4 von Wanne-Eickel Hauptbahnhof über Gelsenkirchen nach Steele. Der Abschnitt von Gelsenkirchen nach Hüllen war bereits seit dem 1. Mai 1947 Teil dieser Verbindung.

Ab dem Fahrplanwechsel im Mai 1951 wird die Linie 3 von Gelsenkirchen über Heßler und Horst-Süd nach Horst-Mitte geführt. Zur Vestärkung wird zeitgleich die Linie 13 wieder eingerichtet. Sie fährt jetzt vom Ückendorfer Platz über Gelsenkirchen zur Kanzlerstraße in Heßler. Im Oktober 1954 wird die Linie über die Dammstraße noch für wenige Wochen bis zur Melanchtonschule verlängert.

Bauarbeiten in der Ückendorfer Straße infolge von Bergschäden sind im Oktober 1954 der Auslöser, den Streckenast Gelsenkirchen – Ückendorf – Günnigfeld auf einen Ersatzverkehr mit Omnibussen umzustellen. Wie an anderen Stellen im Streckennetz der Bochum-Gelsenkirchener Straßenbahnen AG ist auch für die Linien 3 und 13 das Provisorium der Auftakt für eine dauerhafte Umstellung von Straßenbahnstrecken auf Omnibusse